Es hat diesmal lange gedauert, mich mit der gestellten Aufgabe zu beschäftigen. An dem Punkt:“ Spüren sie ihren kraftvollen Zorn im Bauch“ kam ich nicht weiter. Es geht da um die Herrscher, die von Gott nicht zum herrschen berufen sind oder ihre Macht missbrauchen oder denen ich zuviel Macht fahrlässig oder bewusst überlassen habe.
Irgendwie wollte sich dieser Zorn aber bei mir nicht einstellen. Das wunderte mich, denn ich finde es nicht in Ordnung, wenn diese Dinge passieren. Ich fragte mich, ob ich mich an diese Zustände gewöhnt habe oder ob ich in einer einseitigen Sicht von Christsein mir das zornig sein abgewöhnt habe und die Dinge eher in mich hineinstopfe, was dann möglicherweise auf anderen Wegen sich Luft macht, bzw. mir die Luft nimmt.
Dann habe ich mich entschlossen, daran zu glauben, dass die Gebete erhört werden und Menschen befreit werden und das Leben haben können, das Jesus für sie vorgesehen hat.
Für mich möchte ich das natürlich auch.
Gestern habe ich dann erlebt, dass es durchaus noch Dinge gibt, die mich empören können und die ich nicht einfach hinnehme. Gut, dass ich mit Lothar darüber reden und die weiteren Schritte mit ihm beraten konnte.
Der nächste Punkt fiel mir schon leichter: Mir vorzustellen, dass öffentliche Gebäude, Straßen usw. nicht denen „da oben“, sondern allen Bürgern gehören. Schön, dass wir jetzt sogar am Sonntag über unsere Meinung zum Bau einer Straße mit Tunnel befragt werden.
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